Gilka
Wie alles begann.
Sie kennen das vielleicht: Ihr Hund verhält sich anders als erwartet, und Sie stehen ratlos da. Genau so ging es mir damals mit meinem Rüden. Was als persönliche Herausforderung begann, wurde zu meiner Lebensaufgabe.
Damals suchte ich verzweifelt nach Hilfe. Ich kontaktierte verschiedene Hundeschulen in Mönchengladbach, fand aber keine wirkliche Unterstützung. Die Theorien waren zahlreich, die praktischen Lösungen oft fragwürdig. Der Wendepunkt kam durch einen Zufall: Ich lernte Sylvia Werner kennen, eine Hundetrainerin aus Schwalmtal.Sie sagte etwas, das für mich alles veränderte:
Training alleine kannst Du knicken. Du brauchst die richtige Technik, das nötige Wissen und das passende Gefühl.
Es geht nicht um Übungen, sondern darum, den Hund als Hund zu verstehen und ihn entsprechend zu erziehen.
Der Erfolg mit meinem Hund motivierte mich.
Ich gründete das Internetportal „Hund Mönchengladbach" (mittlerweile eingestellt) und kam dadurch mit vielen Menschen in Kontakt – Trainer, Tierschützer, Wissenschaftler, Tierärzte. Ich schrieb im Internet auch über das Tierheim in Mönchengladbach und wurde da Vereinsmitglied und später Vorstandsmitglied. Die Zeit im Tierheim prägte mich nachhaltig.Hier traf ich auf Hunde mit den unterschiedlichsten Geschichten – manche waren sehr auffällig, andere einfach missverstanden.Ich habe viele dieser Hunde mit in meine Wohnung genommen. Nicht aus Mitleid, sondern aus Neugier: Wie verhalten sie sich in einem normalen Zuhause? Was erzählen sie mir über sich, wenn der Stress des Tierheims weg ist? Jeder dieser Hunde lehrte mich etwas Neues über Hundeverhalten, über Kommunikation, über den Umgang mit teilweise schwierigen Situationen.
Doch Erfahrung alleine reicht nicht.
Katja Meis-Leven von der Hundeschule Tippe Tappe Pfötchen bot mir schließlich an, eine Ausbildung in ihrer Hundeschule zu machen. Sie gab mir Einblick in ihren Arbeitsalltag und vermittelte mir ihr Wissen. Später lernte ich von Johanna Meißner, einer Hundetrainerin und Pädagogin, viel über Kommunikation und Beratung. Denn ich merkte schnell: Als Hundetrainer arbeitet man hauptsächlich mit Menschen, nicht nur mit Hunden. Nach etwa 15 Jahren und dem vorgeschriebenen behördlichen Genehmigungsverfahren war ich offiziell das, was ich innerlich schon lange war: Hundetrainer.
Was mich antreibt
In meiner Tierheimzeit habe ich erlebt, wie belastend Hunde sein können. Ich habe auch erlebt, wie schön das Leben mit Hund sein kann. Die Erziehung macht den Unterschied. Unsere Gesellschaft braucht gut erzogene Hunde. Ich helfen den Menschen dabei, ihre Hunde so zu erziehen, dass sie ein schönes Leben in unserer Gesellschaft haben. Die Zutaten dafür: Die richtige Technik, das nötige Wissen und das passende Gefühl. So wie ich es damals von Sylvia Werner gelernt habe. Der Moment, wenn Hundebesitzer plötzlich verstehen, wie sie mit ihrem Hund besser umgehen können, ist für mich unbezahlbar. Diese Erleichterung, dieses „Aha!" – dafür mache ich diese Arbeit.
Heute
Mein Werdegang war unkonventionell. Die meisten Hundetrainer-Ausbildungen dauern 2-3 Jahre. Ich brauchte 15 jahre! Aber mein längerer Umweg hat mir etwas gegeben, was keine Ausbildung vermitteln kann: die Erfahrung mit zahlreichen Hunden unterschiedlichster Charaktere und Geschichten. Meine Ausbildung ist noch nicht zu Ende. Neben den nötigen Weiterbildungen lerne ich durch jeden Hund und jeden Menschen neue Dinge. Ich kann heute sagen, dass ich eigentlich durch meinen Hund zum Hundetrainer wurde. Das hätte ich nie gedacht, als er damals als Welpe eigezogen ist.
So fing es an - der Rüde, der später Probleme machte. Hier als Welpe mit Ball.
Sylvia Werner (✝) - Hundetrainerin mit großer Erfahrung aus Schwalmtal Birgen.
Die Tierheimzeit - mit den Hunden im Zwinger.
Der lange Weg zum Hundetrainer - Frank beim Dummytraining mit Ajax.